Etwa 30 % aller Menschen mit ALS benötigen eine nichtinvasive Ventilation (NIV), die auch als „Maskenbeatmung“ bezeichnet wird. Können Betroffene die Atemmaske nicht selbstständig bedienen – insbesondere aufgrund einer Schwäche der Hände und Arme –, kann eine besondere Form der Behandlungspflege zum Einsatz kommen: die außerklinische Intensivpflege (AKI). Dabei unterstützen spezialisierte Pflegefachkräfte, die mit der Anwendung der Maskenbeatmung vertraut sind. Welche Voraussetzungen müssen für eine AKI erfüllt sein? Wie funktionieren Verordnung, Genehmigung und Finanzierung? Welche Aufgaben übernehmen die Krankenkassen und der Medizinische Dienst? Wie lässt sich ein geeigneter Pflegedienst finden? Und wie kann Ambulanzpartner die Überleitung in die AKI unterstützen? Diese und weitere Fragen rund um die außerklinische Intensivpflege sind Thema im Gespräch mit Johannes Heldmann, Leiter des Überleitmanagements der Deutschen Fachpflege.
- Grundpflege (SGB XI) mit Finanzierung durch Pflegeversicherung
- Behandlungspflege (SGB V)
- Voraussetzungen für Anspruch auf AKI bei NIV
- Genehmigungsprozess für AKI durch Krankenkasse
- Rolle des Medizinischen Dienstes (MD)
- Ablauf der AKI zu Hause
- Reduktion der Privatsphäre durch Präsenz des Pflegeteams
- Räumliche Voraussetzungen für AKI zu Hause
- AKI in Intensiv-Wohngemeinschaften
- Überleitung zu Pflegedienst über die Deutsche Fachpflege
- Individuelle Genehmigungskriterien für AKI (Absaugpumpe, Hustenassistent)
- Suche eines AKI-Pflegedienstes über Überleitmanagement
- Potenzielle Auswirkungen von Gesundheitsreformen
Das Gespräch wurde von Prof. Dr. Thomas Meyer geführt – Neurologe und Leiter der ALS-Ambulanz der Charité.
Über den ALS-Podcast:
Der ALS-Podcast bietet Menschen mit ALS und ihren Angehörigen sowie anderen Betroffenen und Interessierten aktuelle Informationen zur Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Prof. Dr. Thomas Meyer diskutiert gemeinsam mit Gästen wichtige und drängende Fragen zur Erforschung und Behandlung sowie zum Leben mit der ALS. Der ALS-Podcast wird durch die Boris Canessa ALS Stiftung gefördert.
Autor: Prof. Dr. Thomas Meyer