Tätigkeitsbericht der Boris Canessa ALS Stiftung – 2020-2026

Die Boris Canes­sa ALS Stif­tung hat sich seit ihrer Grün­dung zu einem wich­ti­gen För­de­rer der ALS-For­schung und der spe­zia­li­sier­ten Ver­sor­gung im deutsch­spra­chi­gen Raum ent­wi­ckelt. Der aktu­el­le Tätig­keits­be­richt stellt die Pro­jek­te und Fort­schrit­te der Jah­re 2020 bis 2026 vor.

Ein Schwer­punkt liegt auf der Erfor­schung von Neu­ro­fi­la­ment Light Chain (NfL). Die­ser Bio­mar­ker ermög­licht wich­ti­ge Aus­sa­gen über den Krank­heits­ver­lauf und gewinnt bei der Ent­wick­lung und Bewer­tung neu­er Medi­ka­men­te zuneh­mend an Bedeu­tung. Die Stif­tung unter­stützt dazu eine län­der­über­grei­fen­de Stu­die mit zahl­rei­chen ALS-Zen­tren in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz.

Ein wei­te­rer Fokus ist die gene­ti­sche Dia­gnos­tik und The­ra­pie. Geför­dert wer­den For­schungs­struk­tu­ren, mit denen gene­ti­sche Ver­än­de­run­gen bei ALS sys­te­ma­tisch unter­sucht und neue Behand­lungs­an­sät­ze ent­wi­ckelt wer­den kön­nen. Dazu gehört auch die wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung der ers­ten gene­ti­schen The­ra­pie bei der SOD1-asso­zi­ier­ten ALS.

Dar­über hin­aus unter­stützt die Stif­tung Pro­jek­te zur digi­ta­len Medi­zin, zu neu­en Sen­sor­tech­no­lo­gien, zu Can­na­bis-Medi­ka­men­ten bei Spas­tik und zur spe­zia­li­sier­ten Behand­lung durch mul­ti­pro­fes­sio­nel­le Teams. Ergänzt wird die­ses Enga­ge­ment durch die ver­ständ­li­che Ver­mitt­lung aktu­el­ler Erkennt­nis­se, unter ande­rem im ALS-Pod­cast.

Der Tätig­keits­be­richt zeigt, wie For­schungs­för­de­rung, inno­va­ti­ve Ver­sor­gung und Auf­klä­rung mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den, um neue The­ra­pien vor­an­zu­brin­gen und die Lebens­qua­li­tät von Men­schen mit ALS nach­hal­tig zu ver­bes­sern.


31. März 2026